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Tages-Tipp: (3)

Tages-Tipp: (2)

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Kreuzfahrt Gran Canaria - Marokko - Madeira - Kanarische Inseln

Teil 2

Agadir

Es ist 06:30 Uhr als Dieter aufwacht, das Schiff liegt ziemlich ruhig. Der Fernseher wird
eingeschaltet - die Voraus-Kamera zeigt nur Dunkelheit,
wahrscheinlich befindet sich "Mein Schiff 1" bereits im Hafen.

Also warme Sachen anziehen und mit Kamera auf Deck 12 eilen um das Anlegemanöver nicht
zu verpassen. Das Schiff befindet sich bereits im Hafen, alles ist dunkel und der Abstand zum
Anlegekai beträgt ca. 10 Meter. An Land ist noch niemand zu sehen,
wahrscheinlich wird auf die Anlegehelfer der Hafenverwaltung gewartet. Jetzt treffen schon
die ersten Busse ein, die die Ausflügler zu ihren Wunschzielen bringen werden.

Auf dem Oberdeck sind nur 3-4 Leute, die das Anlegemanöver miterleben wollen.
Dieter trifft einen Landsmann aus Oberbayern. Da sich das Schiff noch nicht zum Anlegen bewegt,
gehen beide ins "Cliff24" und holen sich einen Kaffee - Frühaufsteher müssen sich wachhalten.

Es hat in der Nacht geregnet und der Frühnebel taucht den Hafen in Verbindung mit den
Scheinwerfern der Pier und den Arbeitslichtern auf den Schiffen in ein mysthisches,
geheimnisvolles Flair.
Die ersten Ausflugsbusse formieren sich auf der Pier. Die Anlegehelfer lassen auf sich warten.

Das Oberdeck (12) ist vom Regen patschnass, in wenigen Minuten werden die Jogger zum
morgendlichen Fitness-Programm antreten.

Die aufgehende Sonne dringt durch den leichten Nebel.

Der seitliche Kommandoplatz der Brücke wird besetzt - die Anlegehelfer sind eingetroffen.

Die noch im Weg stehenden drei Krane werden noch zur Seite geschoben,

dann werden die Fangleinen geworfen, damit die Festmachertrossen über die Poller gelegt werden
können. Sechs Trossen, incl. Achterspring und Vorspring halten das Schiff in seiner Position

Nun wird auch die Gangway zum Schiff gebracht und mit einem Kranwagen auf den
Zugang Deck 5 gehoben.

Die Ausflügler, die nach Marakesch fahren, sind die Ersten die das Schiff über die Gangway
verlassen und die Busse füllen. Rosmarie und Dieter haben sich für eine Stadtrundfahrt
entschieden,die nur ca. 4 Stunden dauert und haben deshalb bis 11:00 Uhr Zeit zum Sammeln.

Das Logbuch

Das Ziel ist als erstes der Hügel mit den Ruinen der alten Verteidigungsfestung. Wenn man sich
gedanklich in die alten Zeiten versetzt sind die Leistungen der damaligen Erbauer zu bewundern.
Es ist nicht mehr viel von der Bausubstanz vorhanden,
dafür hat man allerdings einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt Agadir.

Auf dem Parkplatz vor der Festung warten sämtliche Freunde der Fremdenführer um Souvenirs
und Mineralien zu verkaufen oder sich als Fotomotive mit ihren Kamelen anzubieten.
Dafür, dass wir uns neben ihre Kamele
stellen dürfen und uns gegenseitig fotografieren, kassieren sie 2 EUR pro Person

- Einheimische -
Kamel und Rosmarie (Dritte von links)     -     Kamel und Dieter (Mitte)

In einer ruhigen Minute zählt unser Fremdenführer seine Provision, die Münzen bietet er uns
wiederum zum Umtausch in Geldscheine an.
Das haben wir gemacht, um anschließend wieder Trinkgeld-Münzen beim Ausflugsende zu haben.

Auf der Südseite des Festungshügels wurden mit landschaftsgärtnerischem Geschick
die Worte gestaltet:
GOTT - VOLK - KÖNIG

Diese Moschee durften wir von außen besichtigen mit dem Hinweis: bitte nicht betreten.
Sicherlich weil zum Zeitpunkt Gebetsstunde war, denn als wir den Bus bestiegen,
verließen einige Männer die Moschee.

Recht sehenswert war der Besuch dieses Vogelparks. Aber hier hat es sich wieder bewiesen,
"fotografieren macht einsam". Wenn Dieter
interessante Motive entdeckte, mußte er anschließend der Gruppe hinterhergaloppieren,
Rosmarie fungierte als Relaisstation, damit wir den Anschluß nicht völlig verpaßten.

Der absolute Abschuss war jedoch der Besuch eines Basars - hier der Eingang noch schön gefliest,
jedoch nur bis zum ersten Innenhof. Dort hatte der Guide seine Freunde,
die er alle herzlich begrüßte.
Wir mußten unsdort eine Stunde aufhalten um Souveniers zu kaufen.
Es begann dann heftig zu regnen, die "Dachabdeckung"
bestand nur aus Planenfetzen, sodaß sich jeder zwischen die verteilten Ergüsse drängte.

Als die Einkaufszeit angelaufen war ging es durch den eigentlichen Basar.
Von den angebotenen Waren haben wir nicht viel gesehen, weil auf die Wege geachtet werden
mußte, die aus Sturzbächen, aufgeweichtem Matsch und Geröll bestanden.
Da Touristen und Aussteller alle etwas genervt waren, es hat auch niemand was gekauft,
hat Dieter auch nicht mehr fotografiert. Alle waren froh wieder im Buss zu sitzen, aus dem wir
nichts mehr sehen konnten, da die Fenster durch die plötzliche Luftfeuchtigkeit beschlagen waren.

Die Strandpromenade von Agadir - viele Leute, einheimische Urlauber,
Schiffsurlauber und viele Bettler.
Gestern haben wir Silke und Volker kennengelernt, wir freuen uns darauf sie abends
wiederzusehen und außerdem wollen Silke und Rosmarie ins Theater gehen.
Volker und Dieter machen vielleicht Theater in der TUI-Bar.

Als wir mit dem Bus wieder ins Hafengebiet fahren, entdecken wir Einrichtungen und Werkstätten,
die wir lieber besucht hätten.
Aber man muß Agadir mal gesehen haben, damit wir nicht wieder hinfahren. Wir sind gespannt,
was die Anderen im Ziegenpark erlebt haben. Nun aber erst mal in die "Überschaubar".

2. Tag auf See

Wenn wir auf See sind, kann sich Dieter in der Frühe Zeit lassen,
da draussen nichts besonderes passiert.

Also in Ruhe frühstücken - wir gehen ins "Atlantik" zum Buffetfrühstück - es ist herrlich.
Im Vergleich mit zuhause ist die Auswahl größer und man muß es nicht selbst machen,
sondern nur nehmen und sich eventuell kurzfristig umentscheiden.
Dafür sind die Spiegeleier nicht heiß, aber der Speck ist reichhaltiger - als Grundlage
wählt man Brot (3 Varianten dunkel), Toast, Baguette, Croissant oder Brötchen.
Der schwierige Teil des Frühstück ist dann die Auswahl aus dem sehr umfangreichen
Belag-Angebot - aber was soll's, packen wir's an.

Zuhause nimmt man sich selten soviel Zeit zum Frühstücken, aber auf diesem Schiff schon,
zumal es interessant erscheint mit mehreren hundert Leuten zu teilen und mit seinen
eventuellen Tischnachbarn eine oft interessante Unterhaltung zu führen.

Aber dann, auf hoher See, sucht man ein gemütliches Plätzchen an der Reling mit Blick auf
das weite Meer. Ein Buch, ein Rätselheft und ein Kellner, der nach den Wünschen fragt
- perfekt in der "Überschaubar".

Cocktails gibt es in vielen Varianten - mit und ohne Alkohol.
In ihrer Aufmachung tragen sie zum Urlaubs-Wohlgefühl bei. Im Vergleich zu der Fahrt auf einem
Segelboot würden sie nicht so ruhig stehen bleiben, denn die Wellenhöhe beträgt zu diesem
Zeitpunkt 4 Meter.
Allerdings muß man trotzdem aufmerksam sein, denn je leerer die Kunststoffbecher werden,
umso leichter werden sie im Verhältnis zum Wind. Zerbrechen kann allerdings nichts.

Bei dem herrschenden Wellengang von ca. 4 m sind die Swimming-Pools
wegen Verletzungsgefahr gesperrt

Auf dem obigen rechten Bild ist auf der Steuerbordseite "Ebbe", aber im nächsten Augenblick wird
das Wasser hoch aufspritzen, damit niemand die Becken benutzt, sind Netze darüber gespannt.

Die Reise-Direktorin bietet, zur Unterhaltung, den Passagieren eine Attraktion,
mit deren Beteiligung. Zwei Künstler aus dem Bereich "Cuisine" gestalten aus jeweils einem
Eisblock je eine Eisskulptur aus dem Tierbereich und die Gäste sollen während der Gestaltung
erraten, welche Tierfiguren entstehen werden.
Die zugerufenen Begriffe tragen allgemein zur Belustigung bei.

Mit relativ einfachen Werkzeugen, die jeder im Werkzeugkoffer hätte,
entstehen zwei eisige Kunstwerke.

Erst ziemlich am Schluß sind die Figuren zu erkennen:
ein springender Delphin und ein startender Seeadler.

Ein Hochzeitspaar schwebt durch die "Überschaubar" verfolgt von seinem Fotografen -
obwohl das Wetter nicht gerade hochzeitsmäßig ist, wir wünschen ihnen, heimlich, alles Gute!
Vielleicht ist eine der beiden Eisfiguren für ihr Hochtzeits-Buffet geplant?

Logbuch

Es ist fast 18:00 Uhr, wir werden uns kultivieren und zum Essen gehen - ab auf Deck 10.

Einer der 3 Verkehrsknotenpunkte auf "Mein Schiff 1" - Treppenhaus mit jeweils drei
8-Personen-Aufzügen, die gespiegelten Flächen sind die Aufzugtüren.

Ankunft auf Madeira - Hafen Funchal

Wenn Dieter einen informativen Reisebericht schreiben will, müssen Fotos zur Verfügung stehen.
Das bedeutet aufstehen für die Ankunfts- und Anlegefotos in Funchal.

Die Daten schnell noch vom Bordfernseher erfassen, dann gehts mit Kamera auf Deck 12 zum
Foto-Shooting. Die Kulisse ist beeindruckend.
Eine ruhige Hand und ein fester Stand sind notwendig, um diese Nachtaufnahmen zu
bewerkstelligen. Das leichte Fibrieren des Schiffes läßt keine starre Verbindung Kamera-Schiff zu,
nicht einmal das Aufstützen der Ellbogen auf die Reling.
Also ruhige Hand und Abstützen über den gepolsterten Bauch (vorhanden)
an die Reling, um die langen Belichtungszeit für diese Nachtaufnahmen halten zu können.

Die Wirbel der Seiten-Ruder beim Anlegen des Schiffes werden durch die langen Belichtungszeiten
optimal verstärkt. Die riesigen Fender, die zum Abpuffern zwischen Schiff und Kaimauer eingesetzt
werden sind beeindruckend.
Diese Fender haben wir beim späteren Landgang, auf dem Lagerplatz mit einem nebenstehenden
Smart, fotografiert - dabei kommt die Größe dieser Fender erst richtig zur Geltung.

Ein Fischerboot kehrt vom nächtlichen Fang zurück - dagegen ist, in den frühen Morgenstunden,
auf dem Promenadendeck noch niemand zu sehen.

Fotos in der Morgendämmerung in alle vier Himmelrichtungen.

Der Parkplatz der Anlegepier - die Busse warten schon.
Gegenüber die noch ziemlich ruhige Stadt mit dem Yachthafen.

Auch die Katamarane, die Ihre Gäste zu den vermutlich sicheren Plätzen zur Delphin- und
Wal-Besichtigung fahren, verlassen jetzt den Yachthafen

Die "Santa Maria", ein Nachbau des legenderen Schiffes des Amerika-Entdeckers Komlubus,
beginnt seine Gästefahrt.

Die Mannschaft der "Mein Schiff 1" ist zu einer Übung aufgerufen,
Thema: Eindämmen eines Öl-Austritts.
Es wird ein Boot zu Wasser gelassen, am Heck wird eine Schwimmleine aufgenommen, am Heck
des Rettungsbootes befestigt und mit einem ausholenden Bootsmanöver wird das fiktive,
ausgetretene Öl mit der Schwimmleine eingekreist und zum Abpumpen fixiert.

Logbuch


Die Ausflügler sind schon mit ihren Bussen unterwegs, die Katamarane fahren mit ihren Gästen
zum Delphine-und Wale-Kucken und die "Santa Maria" von Kolumbus ist schon in See gestochen,
was hält Rosmarie und Dieter also ab, nach ihrem ausgiebigen Frühstück ebenfalls
zum Landgang aufzubrechen?
Nichts - also los.

Landgang Madeira - Funchal

"Mein Schiff 1" liegt an der Pier für Frachter und Kreuzfahrschiffe. Somit haben wir den
kompletten Überblick von Süden über die Küstenlinie, der Stadt,
den Yachthafen und den Bergen mit den aufsteigenden Straßenund Häusern.

Der Platz vor der Gangway, zu den Absperrungen, ist nicht so großzügig angelegt, wie wir es
von Agadir oder Las Palmas kennen. Der Durchgang zur Straße führt durch das Gebäude
der Hafenverwaltung - dort steht dieser schöne Weihnachtsbaum.
Beim Verlassen des Gebäudes fällt der Blick sofort auf die Piermauer,
die vor den Wellen vom offenen Meer schützt.
Auf dieser Wand haben sich einige Crews von Schiffen verewigt, der hier angelegt hatten.

Es sind, zum Teil, künstlerische Graffitis und zeugen von der Vielfalt der Nationalitäten,
die Madeira besucht haben.

Der Zugang zur Pier führt durch einen ausgebauten und bebauten, natürlichen Felsen auf dem
ein Restaurant eingerichtet wurde und vor der Tunneldurchfahrt steht dieser beachtliche Anker.

Danach ist der Blick freigegeben auf das wunderschöne Stadt-Berg-Panorama von
Funchal - Madeira. Es ist sehr angenehm hier die europäische Normalität zu erleben,
im gegenteiligen Vergleich zu Agadir.

Alles ist sauber angelegt und wirkt sehr gepflegt - zum Wohlfühlen.

Die originellen Fender, zum Abpuffern der anlegenden Schiffe zum Kai, haben wir ja schon im
Einsatz beim Anlegen erwähnt, hier auf diesen Lagerplatz, mit dem nebenstehenden Smart,
ist die Größe noch beeindruckender.

Bei unserer Wanderung durch Funchal können wir unser Schiff,
auf der anderen Seite des Hafen liegend, bewundern.

Das ist der Zugang, die "Schalterhalle", der Gondelbahn, die auf den 600 m hohen Berg über der
Stadt führt. Das Wetter ist uns zu regnerisch,
deshalb entschließen wir uns für eine andere Variante die Stadt kennen zu lernen.
Ein Ticket der Yellow-Line, ein Siteseeing-Bus, kostet 12,50 EUR.
Man kann die Fahrt unterbrechen und mit dem nächsten Bus weiterfahren -
wir finden es ideal einen Teil der Stadt Funchal auf diese Weise zu erkunden.

Dieses Haus, mit dem außenliegenden Aufzug,
mußte Dieter als früherer Aufzugsspezialist unbedingt fotografieren.

Auf beiden Seiten dieses Flusses, der sicherlich hauptsächlich das Regenwasser zu Tal fördert
und die Stadt bewässert, führt die Straße in die höhergelegenden Gebiete der Stadt.

Wohn- und Apartmenthäuser werden hier bestimmt nicht anders geplant und gebaut als bei uns,
abgesehen natürlich von den vielen Palmen und Bananengärten.
Aber wo gibt es in Deutschland schon eine Stadt, die auf einem
Berghang gebaut ist - nur mit einem Fahrrad wäre hier die Fortbewegung etwas mühselig.

- und immer wieder die schönen Ausblicke zwischen den Häusern auf das Meer.

Das Fußball-Stadion von "CD Nacional Funchal".

Zurück am felsigen Eingang zur Pier der Großschiffe -
"Mein Schiff 1" überragt das Verwaltungsgebäude der Hafenverwaltung.

Wir sind wieder am Kontrollpunkt zum Schiff mit den riesigen Beschriftungen,
die weithin sichtbare und in die Erinnerung einschneidende Werbebotschaften sind.

Die Gangway zum Deck 5 hinauf - nach dem Eingang findet wieder die Sicherheitskontrolle statt -
unsere Magnetkarten werden gescant und wir sind als anwesend wieder eingecheckt.

In unserer Kabine tauschen wir die Wanderkleidung gegen etwas gemütlicheres,
nehmen an einem ruhigen Plätzchen ein Rückkehrer-Bier,
bevor wir heute den Wok-Koch für das Abendessen in Anspruch nehmen.

Die Abfahrt ist für 21:00 Uhr geplant - Zielkurs La Palma, das wir leider nicht erreichen werden!

Es folgt: La Palma - Mann über Bord